Rechte und Schutz von Einwanderern in Deutschland

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Quelle: Grundgesetz Art. 1–3; AufenthG; Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG); SGB V

In einfacher Sprache geschrieben, um allgemeines Verständnis zu fördern. Dies ist ein Bildungsangebot und keine Rechtsberatung. Basierend auf deutschem Bundesrecht (Grundgesetz, BGB, StGB, Sozialgesetzbücher und weiteren Bundesgesetzen). Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit geprüft. Unser redaktioneller Prozess

Deutsches Bundesrecht

Was ist dieses Recht?

Alle Einwanderer in Deutschland genießen grundlegende Rechte, die durch das Grundgesetz und zahlreiche Gesetze geschützt werden — unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus.

Im Bereich Gesundheit haben alle Ausländer mit einem Aufenthaltstitel Anspruch auf die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Asylbewerber erhalten in den ersten 36 Monaten eingeschränkte Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (Akutversorgung und Schmerzbehandlung), danach reguläre Kassenleistungen. In medizinischen Notfällen muss jeder Patient behandelt werden — unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Im Bereich Arbeit gilt das Arbeitsrecht für alle Beschäftigten gleichermaßen: Mindestlohn (13,90 Euro/Stunde, ab 1. Januar 2026), Kündigungsschutz, bezahlter Urlaub (mindestens 24 Werktage), Mutterschutz und Elternzeit. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierung aufgrund von Rasse, ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität.

Im Bereich Bildung besteht für alle Kinder Schulpflicht — auch für Kinder von Asylbewerbern und Geduldeten. Der Zugang zu Kindergärten und Schulen ist unabhängig vom Aufenthaltsstatus.

Im Bereich Recht hat jeder Ausländer Anspruch auf einen Anwalt und bei Bedarf auf einen Dolmetscher. Prozesskostenhilfe steht auch Ausländern zu, wenn die finanziellen Voraussetzungen erfüllt sind.

Wann gilt es?

  • Sie sind ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland und möchten Ihre Arbeitsrechte kennen.
  • Sie benötigen medizinische Versorgung — egal ob mit oder ohne Aufenthaltstitel.
  • Sie oder Ihre Kinder brauchen Zugang zu Bildungseinrichtungen.
  • Sie sind Opfer von Diskriminierung oder Ausbeutung am Arbeitsplatz.

Was tun, wenn Sie als Einwanderer in Deutschland diskriminiert werden oder Ihre Rechte verletzt sehen?

  • Melden Sie sich bei einer Krankenkasse an, sobald Sie Ihren Aufenthaltstitel haben — die Krankenversicherungspflicht gilt für alle.
  • Bewahren Sie Ihren Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnungen auf — sie sind Ihr wichtigster Nachweis bei Streitigkeiten.
  • Melden Sie Diskriminierung bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (kostenlos) oder bei einer Beratungsstelle vor Ort.
  • Schulen Sie Ihre Kinder ein — melden Sie sich beim zuständigen Schulamt, auch wenn der Aufenthaltsstatus noch ungeklärt ist.
  • Nutzen Sie Beratungsangebote — Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) und Jugendmigrationsdienste (JMD) sind kostenlos und vertraulich.

Was sollten Sie NICHT tun?

  • Arbeiten Sie nicht ohne schriftlichen Vertrag — mündliche Vereinbarungen sind schwer nachzuweisen.
  • Akzeptieren Sie keinen Lohn unter dem Mindestlohn — melden Sie Verstöße bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS).
  • Verzichten Sie nicht auf ärztliche Behandlung aus Angst vor Behörden — Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.
  • Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen — fordern Sie immer eine Übersetzung oder Erklärung.

Häufige Fragen

Wann gilt es — rechte und schutz von einwanderern?

Sie sind ausländischer Arbeitnehmer in Deutschland und möchten Ihre Arbeitsrechte kennen.Sie benötigen medizinische Versorgung — egal ob mit oder ohne Aufenthaltstitel.Sie oder Ihre Kinder brauchen Zugang zu Bildungseinrichtungen.Sie sind Opfer von Diskriminierung oder Ausbeutung am Arbeitsplatz.

Was soll ich tun, wenn ich als zugewanderte Person in Deutschland benachteiligt oder diskriminiert werde?

Melden Sie sich bei einer Krankenkasse an, sobald Sie Ihren Aufenthaltstitel haben — die Krankenversicherungspflicht gilt für alle.Bewahren Sie Ihren Arbeitsvertrag und Gehaltsabrechnungen auf — sie sind Ihr wichtigster Nachweis bei Streitigkeiten.Melden Sie Diskriminierung bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (kostenlos) oder bei einer Beratungsstelle vor Ort.Schulen Sie Ihre Kinder ein — melden Sie sich beim zuständigen Schulamt, auch wenn der Aufenthaltsstatus noch ungeklärt ist.Nutzen Sie Beratungsangebote — Migrationsberatung für Erwachsene (MBE) und Jugendmigrationsdienste (JMD)...

Was sollten Sie NICHT tun — rechte und schutz von einwanderern?

Arbeiten Sie nicht ohne schriftlichen Vertrag — mündliche Vereinbarungen sind schwer nachzuweisen.Akzeptieren Sie keinen Lohn unter dem Mindestlohn — melden Sie Verstöße bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS).Verzichten Sie nicht auf ärztliche Behandlung aus Angst vor Behörden — Ärzte unterliegen der Schweigepflicht.Unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht verstehen — fordern Sie immer eine Übersetzung oder Erklärung.

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