Grunderwerbsteuer nach Bundesland (2026)

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Quelle: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) §§ 1, 11; Grundsteuergesetz (GrStG); Landesgrundsteuergesetze (LGrStG BW, BayGrStG, HmbGrStG, HessGrStG, NWGrStHsG); BVerfG 10.04.2018, 1 BvL 11/14

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In einfacher Sprache geschrieben, um allgemeines Verständnis zu fördern. Dies ist ein Bildungsangebot und keine Rechtsberatung. Basierend auf deutschem Bundesrecht (Grundgesetz, BGB, StGB, Sozialgesetzbücher und weiteren Bundesgesetzen). Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung auf Richtigkeit geprüft. Unser redaktioneller Prozess

Im Bundesland-Vergleich

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Grunderwerbsteuer-Rechtsgrundlage je Bundesland (Sätze 3,5 %–6,5 %).
Rechtsgrundlage
Baden-WürttembergGrEStG § 11 — Grunderwerbsteuer BW 5,0 %
BayernGrunderwerbsteuergesetz (GrEStG) § 11 — Ländersatz Bayern 3,5 %
BerlinGrEStG § 11 — Grunderwerbsteuer Berlin 6 % (seit 01.01.2014)
BrandenburgGrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz
BremenGrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz
HamburgGrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz Hamburg 5,5 %
HessenGrEStG § 11 — Hessen 6 % Grunderwerbsteuer
Mecklenburg-VorpommernGrEStG § 11 — Mecklenburg-Vorpommern Grunderwerbsteuer 6,0 %
NiedersachsenGrEStG § 11 — Niedersachsen 5,0 % Grunderwerbsteuer
Nordrhein-WestfalenGrEStG § 11 i. V. m. NRW GrESt-Satz 6,5 %; NWGrStHsG
Rheinland-PfalzGrEStG § 11 — Ländersatz Rheinland-Pfalz 5,0 %
SaarlandGrEStG § 11 — Saarland Grunderwerbsteuer 6,5 %
SachsenSächsisches Grunderwerbsteuergesetz — Ländersatz 5,5 % seit 01.01.2023
Sachsen-AnhaltGrEStG § 11 — Sachsen-Anhalt Grunderwerbsteuer 5,0 %
Schleswig-HolsteinGrEStG § 11 — Schleswig-Holstein Grunderwerbsteuer 6,5 %
ThüringenGrEStG § 11 — Thüringen Grunderwerbsteuer 5,0 % seit 01.01.2024
Deutsches Bundesrecht

Was ist dieses Recht?

Die Grunderwerbsteuer wird beim Kauf von Immobilien fällig und ist eine Landessteuer — jedes Bundesland legt den Satz selbst fest (§ 11 Abs. 1 GrEStG). Die Grundsteuer wird dagegen jährlich erhoben; seit 1. Januar 2025 gilt die Reform mit teils eigenen Landesmodellen.

  • Grunderwerbsteuer-Sätze (2026): Bayern 3,5 % (niedrigster Satz); Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Thüringen 5,0 %; Hamburg, Sachsen, Bremen 5,5 %; Hessen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %; NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Saarland 6,5 % (höchster Satz).
  • Grundsteuer-Reform seit 1.1.2025: BVerfG 10.04.2018 hatte die alte Einheitsbewertung für verfassungswidrig erklärt. Neue Bemessungsgrundlagen gelten seit 2025.
  • 5 Länder mit eigenem Modell: Bayern (Flächenmodell), Baden-Württemberg (modifiziertes Bodenwertmodell), Hamburg (Wohnlagenmodell), Hessen (Flächen-Faktor-Modell), Niedersachsen (Flächen-Lage-Modell).
  • 11 Länder mit Bundesmodell: Berlin, NRW, Sachsen, Thüringen u. a. — Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz.
  • Grundsteuer C: Neu seit 2025 — erhöhter Hebesatz für baureife, unbebaute Grundstücke (z. B. Hamburg 8.000 %), soll Spekulation eindämmen.

Wann gilt es?

  • Sie kaufen oder verkaufen eine Immobilie (Haus, Eigentumswohnung, Grundstück).
  • Sie haben einen Grundsteuerbescheid für 2025/2026 erhalten und wollen ihn prüfen.
  • Sie besitzen ein unbebautes Grundstück und sind von Grundsteuer C betroffen.
  • Sie erwägen einen Einspruch gegen einen fehlerhaften Bescheid.

Was tun, wenn Sie eine Immobilie kaufen oder einen Grundsteuerbescheid prüfen wollen?

  • Grunderwerbsteuer-Bescheid: Nach Abschluss des Kaufvertrags erlässt das Finanzamt den Bescheid. Ohne Zahlungsnachweis erteilt das Grundbuchamt keine Eigentumsumschreibung.
  • Grundsteuer-Bescheid 2025/2026 prüfen: Bemessungsgrundlage, Steuermesszahl und Hebesatz nachvollziehen. Einspruchsfrist: 1 Monat nach Bekanntgabe (§ 347 AO).
  • Bei Unklarheit: Liste der Finanzämter Ihres Bundeslands nutzen — Finanzämter sind Landesbehörden.
  • Wählen Sie Ihr Bundesland für Details zu Sätzen, Hebesätzen und Landesmodell.

Was sollten Sie NICHT tun?

  • Ignorieren Sie keinen Bescheid — nach Ablauf der Einspruchsfrist ist er bestandskräftig.
  • Versäumen Sie nicht die Zahlungsfrist — auch ein Einspruch hemmt nicht automatisch die Fälligkeit; separat Aussetzung der Vollziehung beantragen (§ 361 AO).
  • Verwechseln Sie nicht Grunderwerb- und Grundsteuer — ersteres einmalig beim Kauf, letzteres jährlich.
Landesrecht

Worked Examples

  1. ScenarioSie kaufen in Bayern eine Eigentumswohnung für 400.000 €.

    OutcomeIn Bayern beträgt die Grunderwerbsteuer 3,5 % des Kaufpreises – bei 400.000 € also 14.000 €. In Nordrhein-Westfalen wären es bei 6,5 % dagegen 26.000 €. Den genauen Satz bestimmt das jeweilige Bundesland.

    Geprüft: Sätze 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (NRW, Schleswig-Holstein u. a.); Baden-Württemberg z. B. 5,0 %. Rechtsgrundlage GrEStG i. V. m. Landesrecht. Der Beispielbetrag (400.000 €) ist illustrativ – siehe Ihr Bundesland.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Das hängt vom Bundesland ab: Die Sätze reichen von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in mehreren Ländern wie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Berechnet wird die Steuer auf den im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis. Ihr Bundesland zeigt den genauen Satz.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer?

Grundsätzlich schulden Käufer und Verkäufer die Steuer gemeinsam, vertraglich wird sie aber fast immer dem Käufer auferlegt. Das Finanzamt verschickt den Steuerbescheid, nachdem der Notar den Kauf angezeigt hat.

Wann muss ich die Grunderwerbsteuer zahlen?

Nach dem Kauf setzt das Finanzamt die Steuer fest; sie ist in der Regel innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids fällig. Erst nach Zahlung erteilt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Grundbucheintragung.

Gibt es Befreiungen von der Grunderwerbsteuer?

Ja. Bestimmte Übertragungen sind befreit, etwa zwischen Ehegatten, bei Erbschaft oder Schenkung sowie Käufe unter einer Bagatellgrenze. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem Grunderwerbsteuergesetz; siehe Ihr Bundesland.

What is the grunderwerbsteuer und grundsteuer right in Deutschland?

Die Grunderwerbsteuer wird beim Kauf von Immobilien fällig und ist eine Landessteuer — jedes Bundesland legt den Satz selbst fest (§ 11 Abs. 1 GrEStG). Die Grundsteuer wird dagegen jährlich erhoben; seit 1. Januar 2025 gilt die Reform mit teils eigenen Landesmodellen.Grunderwerbsteuer-Sätze (2026): Bayern 3,5 % (niedrigster Satz); Baden-Württemberg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Thüringen 5,0 %; Hamburg, Sachsen, Bremen 5,5 %; Hessen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern 6,0 %; NRW, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Saarland 6,5 % (höchster Satz).Grundsteuer-Reform seit 1.1.2025:...

Wann gilt es — grunderwerbsteuer und grundsteuer?

Sie kaufen oder verkaufen eine Immobilie (Haus, Eigentumswohnung, Grundstück).Sie haben einen Grundsteuerbescheid für 2025/2026 erhalten und wollen ihn prüfen.Sie besitzen ein unbebautes Grundstück und sind von Grundsteuer C betroffen.Sie erwägen einen Einspruch gegen einen fehlerhaften Bescheid.

Was soll ich tun, wenn ich einen Grundsteuerbescheid erhalten habe und den Betrag für zu hoch halte?

Grunderwerbsteuer-Bescheid: Nach Abschluss des Kaufvertrags erlässt das Finanzamt den Bescheid. Ohne Zahlungsnachweis erteilt das Grundbuchamt keine Eigentumsumschreibung.Grundsteuer-Bescheid 2025/2026 prüfen: Bemessungsgrundlage, Steuermesszahl und Hebesatz nachvollziehen. Einspruchsfrist: 1 Monat nach Bekanntgabe (§ 347 AO).Bei Unklarheit: Liste der Finanzämter Ihres Bundeslands nutzen — Finanzämter sind Landesbehörden.Wählen Sie Ihr Bundesland für Details zu Sätzen, Hebesätzen und Landesmodell.

Was sollten Sie NICHT tun — grunderwerbsteuer und grundsteuer?

Ignorieren Sie keinen Bescheid — nach Ablauf der Einspruchsfrist ist er bestandskräftig.Versäumen Sie nicht die Zahlungsfrist — auch ein Einspruch hemmt nicht automatisch die Fälligkeit; separat Aussetzung der Vollziehung beantragen (§ 361 AO).Verwechseln Sie nicht Grunderwerb- und Grundsteuer — ersteres einmalig beim Kauf, letzteres jährlich.

Details nach Bundesland

Baden-Württemberg

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Grunderwerbsteuer BW 5,0 %

Baden-Württemberg erhebt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % — ein mittlerer Satz im Bundesvergleich (Bayern 3,5 %, NRW 6,5 %). Der Satz gilt seit 5. November 2011.

Grundsteuer — modifiziertes Bodenwertmodell (LGrStG BW)

BW nutzt als einziges Bundesland das modifizierte Bodenwertmodell: Grundstücksfläche × Bodenrichtwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. Für Wohnimmobilien wird die Steuermesszahl um 30 % reduziert. Die Kritik: Das Modell ignoriert Gebäudewert, Alter und Zustand.

Neue Hebesätze ab 2025

Weil das Modell eine völlig andere Bemessungsgrundlage nutzt, mussten Kommunen ihre Hebesätze massiv anpassen. Beispiel: Stuttgart: 160 % (vorher 520 %). BORIS-BW (boris.baden-wuerttemberg.de) veröffentlicht die Bodenrichtwerte.

Bayern

Rechtsgrundlage: Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) § 11 — Ländersatz Bayern 3,5 %

Bayern erhebt eine Grunderwerbsteuer von 3,5 % — zusammen mit Sachsen der niedrigste Satz in Deutschland. Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen damit 14.000 EUR Grunderwerbsteuer an (in NRW mit 6,5 % wären es 26.000 EUR).

Bayerisches Grundsteuer-Flächenmodell (BayGrStG) — einzigartig

Bayern hat als einziges Bundesland ein reines Flächenmodell gewählt: Grundstücksfläche × 0,04 EUR + Wohnfläche × 0,50 EUR + Nutzfläche × 0,50 EUR, multipliziert mit dem kommunalen Hebesatz. Bodenrichtwert und Immobilienwert werden bewusst ignoriert — Kritiker monieren dies als verfassungsrechtlich problematisch; eine Verfassungsbeschwerde ist anhängig.

Hebesätze

Die Grundsteuer-Hebesätze werden von den Kommunen festgesetzt. In München liegt der Grundsteuer-B-Hebesatz bei 535 % (ab 2025), in Nürnberg bei 555 %.

Berlin

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Grunderwerbsteuer Berlin 6 % (seit 01.01.2014)

Berlin erhebt seit 1. Januar 2014 eine Grunderwerbsteuer von 6 % — einer der höheren Sätze in Deutschland (Bayern 3,5 %, Sachsen 5,5 % seit 2023, Hamburg 5,5 %, NRW 6,5 %).

Grundsteuer — Bundesmodell, Hebesatz 470 %

Berlin folgt dem Bundesmodell der Grundsteuer-Reform. Der Grundsteuer-B-Hebesatz in Berlin liegt seit 1.1.2025 bei 470 %. Das Land erhebt auch die neue Grundsteuer C für baureife unbebaute Grundstücke.

Zweitwohnungsteuer — 20 % seit 01.01.2025

Berlin erhebt zusätzlich eine Zweitwohnungsteuer von 20 % der Nettokaltmiete — seit 1. Januar 2025 einer der höchsten Sätze bundesweit. Ausnahmen für berufsbedingte Zweitwohnungen unter strikten Voraussetzungen.

Brandenburg

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz

Brandenburg erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % — zusammen mit NRW, Thüringen, Schleswig-Holstein und dem Saarland der höchste Satz. Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen 26.000 EUR an.

Grundsteuer — Bundesmodell

Brandenburg folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. Seit 1.1.2025 in Kraft.

Bremen

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz

Bremen erhebt seit 1. Juli 2024 eine Grunderwerbsteuer von 5,5 % (zuvor 5,0 %). Der Satz liegt damit im Mittelfeld des Bundesvergleichs.

Grundsteuer — Bundesmodell

Bremen folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Hamburg

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Grunderwerbsteuersatz Hamburg 5,5 %

Hamburg erhebt eine Grunderwerbsteuer von 5,5 % — einer der mittleren Sätze in Deutschland (Bayern 3,5 %, NRW 6,5 %).

Grundsteuer — Wohnlagenmodell ab 1.1.2025

Hamburg hat für die Grundsteuerreform ein eigenes Landesmodell gewählt — das Wohnlagenmodell, geregelt im Hamburgischen Grundsteuergesetz (HmbGrStG). Grundlage: Grundstücksfläche × 0,04 EUR + Wohnfläche × 0,50 EUR, multipliziert mit einem Lagefaktor (70 % bei guter Wohnlage, 25 % Abschlag bei normaler Lage).

Hebesätze 2025

  • Grundsteuer A (Land-/Forstwirtschaft): 100 %
  • Grundsteuer B (bebaute/unbebaute Grundstücke): 975 %
  • Grundsteuer C (baureife unbebaute Grundstücke): 8.000 % — Hamburg setzt die neue Grundsteuer C erstmals ein.

Bescheide wurden ab März 2025 versendet.

Hessen

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Hessen 6 % Grunderwerbsteuer

Hessen erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6 % — einer der höheren Sätze in Deutschland. Seit 2014 angehoben (zuvor 5 %). Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen 24.000 EUR an.

Grundsteuer — Hessisches Flächen-Faktor-Modell

Hessen hat für die Grundsteuerreform ein eigenes Landesmodell gewählt — das Flächen-Faktor-Modell nach dem Hessischen Grundsteuergesetz (HessGrStG). Grundlage: Grundstücks- und Wohnflächen × Lagefaktor (gutes/normales Lage-Verhältnis zum Bodenrichtwert) × Steuermesszahl × Hebesatz. Das Modell kombiniert Elemente aus dem bayerischen Flächen- und dem Bundesmodell.

Frankfurt-spezifische Hebesätze

Der Grundsteuer-B-Hebesatz variiert kommunal stark. Frankfurt am Main hat zum 1.1.2025 einen reduzierten Hebesatz beschlossen, um das Aufkommen aufkommensneutral zu halten.

Mecklenburg-Vorpommern

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Mecklenburg-Vorpommern Grunderwerbsteuer 6,0 %

Mecklenburg-Vorpommern erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,0 % — im oberen Mittelfeld des Bundesvergleichs.

Grundsteuer — Bundesmodell

MV folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Niedersachsen

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Niedersachsen 5,0 % Grunderwerbsteuer

Niedersachsen erhebt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % — im Mittelfeld des Bundesvergleichs.

Grundsteuer — Flächen-Lage-Modell

Niedersachsen nutzt als eines von fünf Bundesländern ein eigenes Grundsteuermodell — das Flächen-Lage-Modell nach dem Niedersächsischen Grundsteuergesetz (NGrStG). Es kombiniert Flächenmaße mit einem Lagefaktor (berechnet aus dem Bodenrichtwert-Verhältnis zum Gemeindedurchschnitt). Für Wohnimmobilien gilt eine reduzierte Steuermesszahl.

Nordrhein-Westfalen

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 i. V. m. NRW GrESt-Satz 6,5 %; NWGrStHsG

NRW erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % — zusammen mit Brandenburg, Thüringen, Schleswig-Holstein und dem Saarland der höchste Satz in Deutschland. Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen 26.000 EUR Grunderwerbsteuer an (in Bayern mit 3,5 % wären es 14.000 EUR — ein Unterschied von 12.000 EUR).

Grundsteuer — NRW nutzt das Bundesmodell, aber mit NWGrStHsG

NRW folgt grundsätzlich dem Bundesmodell. Das Nordrhein-Westfälische Grundsteuerhebesatzgesetz (NWGrStHsG) erlaubt jedoch differenzierte Hebesätze für Wohn- und Gewerbegrundstücke — eine Besonderheit, die den Wohnungsbau entlasten soll. Kommunen können unterschiedliche Hebesätze für A (Land-/Forstwirtschaft), B (bebaut) und C (baureife unbebaute Grundstücke) festlegen.

Rheinland-Pfalz

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Ländersatz Rheinland-Pfalz 5,0 %

Rheinland-Pfalz erhebt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % — im Mittelfeld des Bundesvergleichs.

Grundsteuer — Bundesmodell

Rheinland-Pfalz folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Saarland

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Saarland Grunderwerbsteuer 6,5 %

Das Saarland erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % — zusammen mit NRW, Brandenburg, Thüringen und Schleswig-Holstein der höchste Satz in Deutschland. Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen 26.000 EUR an.

Grundsteuer — Bundesmodell

Das Saarland folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Sachsen

Rechtsgrundlage: Sächsisches Grunderwerbsteuergesetz — Ländersatz 5,5 % seit 01.01.2023

Sachsen hatte lange einen Grunderwerbsteuersatz von 3,5 % — den niedrigsten bundesweiten Wert (zusammen mit Bayern). Seit 1. Januar 2023 gilt in Sachsen der erhöhte Satz von 5,5 %. Bayern bleibt mit 3,5 % allein an der Spitze.

Grundsteuer — Bundesmodell

Sachsen folgt dem Bundesmodell der Grundsteuer-Reform. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. Seit 1. Januar 2025 in Kraft.

Sachsen-Anhalt

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Sachsen-Anhalt Grunderwerbsteuer 5,0 %

Sachsen-Anhalt erhebt eine Grunderwerbsteuer von 5,0 % — im Mittelfeld.

Grundsteuer — Bundesmodell

Sachsen-Anhalt folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Schleswig-Holstein

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Schleswig-Holstein Grunderwerbsteuer 6,5 %

Schleswig-Holstein erhebt eine Grunderwerbsteuer von 6,5 % — zusammen mit NRW, Brandenburg, Thüringen und dem Saarland der höchste Satz in Deutschland. Beim Kauf einer Immobilie für 400.000 EUR fallen 26.000 EUR an.

Grundsteuer — Bundesmodell

Schleswig-Holstein folgt dem Bundesmodell der Grundsteuer-Reform, in Kraft seit 1.1.2025. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. Die Hebesätze wurden von den Kommunen an das neue Modell aufkommensneutral angepasst.

Thüringen

Rechtsgrundlage: GrEStG § 11 — Thüringen Grunderwerbsteuer 5,0 % seit 01.01.2024

Thüringen hatte lange einen Grunderwerbsteuersatz von 6,5 % — den höchsten bundesweit. Seit 1. Januar 2024 wurde der Satz auf 5,0 % gesenkt — ein klarer Kontrast zu den weiterhin hohen Sätzen in NRW, Brandenburg, SL und SH.

Grundsteuer — Bundesmodell

Thüringen folgt dem Bundesmodell. Grundsteuerwert × Steuermesszahl × kommunaler Hebesatz. In Kraft seit 1.1.2025.

Grunderwerbsteuer und Grundsteuer in other states

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